Zwei Trendsportarten finden zunehmend ihren Weg auf Kreuzfahrtschiffe: Pickleball und Padel. Während Pickleball vor allem in den USA bereits fest zum Sportangebot vieler Reedereien gehört, ist die Sportart inzwischen auch bei europäischen, Premium- und Luxusreedereien angekommen. Padel ist an Bord noch deutlich seltener. Erste Reedereien haben die Sportart aber bereits auf ihren Schiffen im Programm.
Pickleball verbindet Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis. Gespielt wird mit kurzen Schlägern und einem perforierten Kunststoffball auf einem kleineren Feld als beim Tennis. Die Sportart entstand 1965 auf Bainbridge Island im US-Bundesstaat Washington und hat sich vor allem in den USA in den vergangenen Jahren rasant entwickelt.
Entsprechend früh haben auch die Reedereien reagiert. Holland America Line gehört zu den Vorreitern und bietet Pickleball inzwischen auf der gesamten Flotte an. Die Reederei ist zudem offizieller Cruise-Line-Partner der Professional Pickleball Association (PPA). Für Einsteiger gibt es kostenlose Einführungskurse, Schläger und Bälle können an Bord genutzt werden.
Auch Royal Caribbean bietet Pickleball auf zahlreichen Schiffen an. Je nach Schiff wird dafür ein eigener Court oder eine multifunktionale Sportfläche genutzt. Ähnlich sieht es bei MSC Cruises aus. Pickleball gehört unter anderem auf der MSC Meraviglia, MSC Euribia, MSC Virtuosa, MSC Magnifica, MSC World Europa und MSC World America zum Sportangebot. Gerade auf den neueren Schiffen ist die Sportart teilweise in größere Sportbereiche integriert.
Bei Princess Cruises kann auf zahlreichen Schiffen Pickleball gespielt werden. Dazu gehören unter anderem Sun Princess und Star Princess. Die Sportart ist damit ein fester Bestandteil des Angebots, allerdings verfügt nicht die gesamte Flotte über einen eigenen, dauerhaft für Pickleball reservierten Court.
Celebrity Cruises bietet Pickleball derzeit auf zehn Schiffen an. Dazu gehören Apex, Ascent, Beyond, Xcel, Eclipse, Equinox, Constellation, Infinity, Millennium und Summit. Das Angebot ist kostenlos, Schläger und Bälle werden gestellt. Dazu kommen Open-Play-Zeiten und organisierte Turniere.
Auch Carnival Cruise Line hat Pickleball auf zahlreichen Schiffen im Programm. Gespielt wird je nach Schiff auf Sportflächen, die teilweise auch für andere Aktivitäten genutzt werden. Damit ist Pickleball inzwischen bei vielen großen Reedereien ein fester Bestandteil des Sportangebots.
Auch Premium- und Luxusreedereien setzen zunehmend auf Pickleball. Regent Seven Seas Cruises bietet die Sportart unter anderem auf der Seven Seas Explorer, Seven Seas Splendor und Seven Seas Grandeur an. Auf den Schiffen gibt es teilweise kombinierte Flächen für Pickleball und Paddle Tennis.
Paddle Tennis und Padel sind dabei nicht dasselbe, gehören aber zur gleichen Familie von Rückschlagsportarten und weisen einige Gemeinsamkeiten auf. Für den Kreuzfahrtgast ist vor allem wichtig: Ein als Paddle-Tennis-Platz ausgewiesener Court ist nicht automatisch ein Padel-Court.
Auch Oceania Cruises bietet Pickleball an, unter anderem auf der neuen Allura. Bei Virgin Voyages gehört die Sportart ebenfalls zum Angebot der Lady-Klasse. Die Reederei weist allerdings darauf hin, dass die dortige Spielfläche kleiner ist als ein reguläres Pickleball-Feld.
Selbst im Flusskreuzfahrtbereich ist Pickleball angekommen. AmaWaterways bietet auf der AmaMagna einen vollwertigen Pickleball-Court. Bei Cunard gibt es auf der Queen Anne ebenfalls einen Pickleball-Court. Zusätzlich wird dort Paddle Tennis angeboten.
Beim Padel sieht die Situation an Bord noch anders aus. Die Sportart entstand 1969 in Acapulco, Mexiko, und verbreitete sich anschließend vor allem in Spanien und Lateinamerika. Padel verbindet Elemente aus Tennis und Squash. Gespielt wird auf einem Court, der von Glas- und Gitterwänden umgeben ist, die in das Spiel einbezogen werden.
Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es bislang nur wenige konkrete Beispiele. Eines davon ist Explora Journeys. Die EXPLORA III, das dritte Schiff der Flotte, verfügt als erstes Explora-Schiff über einen eigenen Padel-Court.
Für die Einweihung war im Juli 2026 Tennisstar Jannik Sinner an Bord. Er war der erste Gast der EXPLORA III und nahm gemeinsam mit seinem Performance-Team an verschiedenen Veranstaltungen während der ersten Etappe der „Mediterranean Prelude Journey“ teil.
Dabei wurde auch der neue Padel-Court offiziell eröffnet. Sinner durchschnitt gemeinsam mit Serena Melani, der Kapitänin der EXPLORA III, und Anna Nash, Präsidentin von Explora Journeys, das Eröffnungsband. Anschließend spielte er mit seinem Coach einen freundschaftlichen Ballwechsel auf dem neuen Court. Sinner ist globaler Markenbotschafter von Explora Journeys und wurde an Bord außerdem zum ersten „Honorary Diamond Member“ des Explora Club ernannt.
Auch Regent Seven Seas Cruises setzt auf Padel. Die für Dezember 2026 geplante Seven Seas Prestige erhält auf dem neuen Solara Sports Deck einen kombinierten Padel- und Pickleball-Court.
Bei Cunard gibt es auf der Queen Anne bereits Pickleball. Zusätzlich kann dort Paddle Tennis gespielt werden. Ein Padel-Court ist dagegen nicht ausgewiesen. Die Unterscheidung ist vor allem deshalb relevant, weil die Bezeichnungen leicht miteinander verwechselt werden können: Paddle Tennis und Padel sind verwandte, aber unterschiedliche Sportarten.
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Pickleball ist auf Kreuzfahrtschiffen längst mehr als ein Nischentrend. Bei zahlreichen großen Reedereien gehört die Sportart inzwischen zum regulären Sportangebot, teilweise auf mehreren Schiffen oder sogar auf der gesamten Flotte. Dabei muss es nicht immer ein eigener, ausschließlich für Pickleball genutzter Court sein. Häufig werden vorhandene Sportflächen für mehrere Aktivitäten genutzt.
Padel steht dagegen noch am Anfang. Mit der EXPLORA III und der für Ende 2026 geplanten Seven Seas Prestige gibt es aber erste Beispiele aus dem Premium- und Luxussegment. Es ist daher durchaus möglich, dass weitere Reedereien nachziehen, wenn die Nachfrage nach Padel weiter wächst.
Für AIDA und TUI Cruises sind uns derzeit keine konkreten Pläne für eigene Padel-Courts bekannt. Bei MSC Cruises gehört dagegen bereits Pickleball zum Sportangebot.
Wer auf der nächsten Kreuzfahrt Pickleball oder Padel spielen möchte, sollte sich vor der Reise trotzdem über das konkrete Schiff informieren. Welche Sportarten angeboten werden, ob ein eigener Court vorhanden ist und ob Schläger und Bälle zur Verfügung stehen, kann sich von Schiff zu Schiff unterscheiden. Auch kostenlose Open-Play-Zeiten, Einführungskurse und Turniere sind nicht überall gleich.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und mit aktuellen Informationen der jeweiligen Reedereien sowie weiteren verfügbaren Quellen abgeglichen. Eine Garantie für die dauerhafte Richtigkeit und Vollständigkeit aller Angaben können wir jedoch nicht übernehmen. Sportangebote, Schiffe, Courts und Nutzungsbedingungen können sich ändern oder je nach Schiff und Reise unterscheiden. Wer eine bestimmte Sportart auf einem konkreten Schiff nutzen möchte, sollte deshalb im Zweifel vor der Buchung oder Reise noch einmal direkt bei der jeweiligen Reederei nachfragen.